Moderner Medienkonsum

vom 21. June 2008

Der Fernsehr ist eines der primitivsten Geräte die es zu kaufen gibt. Er besteht aus einem Schalter für an/aus und zwei Knöpfen: "Vor" und "Zurück". Das einzige was man mit diesem Kasten machen kann, ist die vorgefertigte Suppe passiv zu konsumieren oder zum nächsten Sender zu wechseln. Nur dumm, dass auf allen Sendern das selbe(?) läuft.

Vielleicht bin ich auch schon viel zu verwöhnt vom Internet, wo ich selbst entscheiden kann was ich wann wie und von wem konsumieren kann und auch aktiv mit dem Ersteller in Kontakt treten kann. (Ja, ich bin ein Web 2.0 Junky)

Seit ca. 5 Jahren schaue ich kein TV mehr und bin immer erstaunt, was für Müll spurlos an mir vorbeirauscht. Das ist mir erst neulich wieder bewusst geworden, als sich ein paar Kommilitonen über "Germany's next Topmodel" unterhalten haben und ganz erstaunt waren, dass ich nicht wusste wer Heidi Klumm ist.

Ich stille meinen Medien-Konsum fast ausschließlich durch das Internet. Meine Lieblings-Serien lade ich mir herunter (Ja, ich zahle auch GEZ!) oder kaufe mir die Staffel(n) bei eBay. Für den daily input schaue ich Vidcasts (revision3.com), den Rest erledigt alles digg.com, golem.de, spiegel.de und mein Feed-Reader.

Ich bin gespannt, wie lange sich dieses Medium noch halten wird.

delicious bookmark del.icio.us, Der Fernsehr ist eines der primitivsten Geräte die es zu kaufen gibt. Er besteht aus einem Schalter für an/aus und zwei Knöpfen: \"Vor\" und \"Zurück\". Das einzige was man mit diesem Kasten machen kann, ist die vorgefertigte Suppe passiv zu konsumier


Kommentare


flo am 21. June 2008
Nein, man muss "Germany's next topmodel" nicht kennen geschweige denn gesehen haben, aber Heidi Klum könnte man ausserhalb dieser Show trotzdem kennen.

Johannes Thönes am 22. June 2008
Naja, wenn man Heide Klum nicht kennt, dann gibt es für sowas für den Web 2.0 Junkie schließlich die Wikipedia ;-)

Aber Aaron, ich glaube du liegst falsch, mit der These, dass das Fernsehn aussterben wird. Das Problem ist nämlich, dass du zu der selben MINDERHEIT gehörst, wie ich: Wir wollen entscheiden, selbst denken und anspruch. Die Mehrheit will das nicht ... die Mehrheit will Titten ...

Thomas am 23. June 2008
Ich bin da etwas Zwischendrin. Ich finde jedoch finde ich dass TV Verweigerer keine wirkliche Minderheit sind.
Ich schaue selbst auch nur noch seltenst, weil mir die Auswahl einfach nicht gefällt.

Hier in Irland Träum ich eigentlich vom Deutschen Fernsehen. Hier läuft viel zu viel Werbung und meist etwas schnöder Ami-Mist oder dumme Eigenproduktionen. Man muss nur mal Coronation Street, Mauri oder The Jerry Springer Show gesehen haben :-( Wenigstens haben wir hier Sky News um gelegentlich mal die Nachrichten zu sehen und um auf dem laufendem zu bleiben.

Ich finde aber auch dass die meisten in DE sich (leider) auch nur den blöden Einheitsbrei wie Germany's next Topmodel rein ziehen. - Da geb ich Johannes recht: "die Mehrheit will Titten."
TV ist aber nicht nur blöd: Persönlich vermisse hier meine Lieblingssendungen wie "Welt der Wunder", Galileo, Nano, Stern/Spiegel TV und einiges auf XXP als es die noch gegeben hat.

Auch wenn der Fernseher ein vergleichsweise simples Medium ist, ist er im Falle von Dokus und Wissensübermittlung nur schwer zu überbieten. Er übermittelt Text, Bild und Ton in guter Qualität und das über lange Zeit. Etwas das im Web "noch" nicht so gut funktioniert.

markus am 24. June 2008
Heidi Klum muss man nicht kennen, sollte man aber mal gehört haben :-)

Der Fernser ist und bleibt ein Massenmedium. Man darf nie von uns auf andere schließen. So wie wir das Internet nutzen, so nutzt das in 5 Jahren auch die Masse noch nicht.

Mittelfristig wird das Internet und das Fernsehen zusammenwachsen. Der Trend geht ja schon dahin, dass man Zusatzinformationen zu einzelnen Sendungen im Internet abrufen kann, Votings online ablaufen, etc.

Es ist eine spannende Sache.

André (PN Admin) am 22. July 2008
Hmm,
hast du schon die "neuen" interaktiven Videos gesehen?
Ich habe leider gerade keinen Link mehr parat, jedoch wird sich zukünftig immer mehr in diese Richtung entwickeln. Werbeblöcke werden zunehmend geringer, dafür wird man mit nur 1-2 Klicks direkt die Klamotten kaufen können, die die "Topmodelz" da vorführen...
Tolle neue Welt!

Aber ich denke es wird hier auch andere Interaktionsmöglichkeiten geben. Vor allem im "Live-TV" sehe ich hier Chancen die Zuschauer direkt mit einzubinden. Man stelle sich ein Format ala "Schillerstraße" vor, bei dem nicht länger eine "Fake-Regisseurin" die Anweisungen gibt, sondern das Publikum selbst per Direktvoting/Vorschlag.

Das und anderes kann den TV-Markt gehörig aufräumen, aber wir stehen hier erst am Anfang der medialen Revolution.
Verständlich ist deine Abneigung dagegen sehr, mir geht es da auch sehr ähnlich. Leider stellen wir die Minderheit in der Gesellschaft dar. Wie die Ärzte erst kürzlich bemerkten:
"Die meisten haben ihre Bildung aus der BILD"
Und genau wie das Niveau der BILD wird sich das Niveau in anderen (Massen-)Medien entwickeln - egal ob TV, Print oder Online...

So,
Ende des "Wortes zum Mittwoch" ;-)