No Route to Host
vom 28. March 2011Heute ist es Zeit für dich, Abschied von meinen Daten und mir zu nehmen. Du warst mir ein treuer Begleichter über fast einem Jahrzehnt. Anfangs hab ich dich überall mit hingeschleppt und dich mit fremden Netzen verkuppelt. Damals warst du hipp und neu, alle haben bewundert wie rank und schlank du doch bist. Sie haben sich nach dir umgedreht und gesagt "so klein, aber so viel Power und Potential!". Natürlich hattes du auch Neider, die meinten, dass man mit dir sowieso nichts ernstes anfangen kann. Sie drohten mir mit üblen Abstürtzen nach durchzechten Nächten. Du hast mir gezeigt, dass mehr in dir steckt!

Im Laufe der Jahre hab ich so einiges mit dir gemacht und oft hattest du es nicht leicht mit mir. Du musstest jedes Betriebssystem ertragen, meist sogar mehrere gleichzeitig. Von BeOS bis Slackware hast du alles mitgemacht. Nächtelanges Kernel-Compilieren, exotische Peripheriegeräte oder Windows XP: du warst dir zu nichts zu schade.
Ich weiß, ich war nicht immer fair zu dir. Das eine mal, als ich dich ganz unvorbereitet vom Netz genommen habe, tut mir leid. Ich stand einfach voll auf der Leitung und hab dich mitgerissen. Das war aber kein Grund, mich tagelang anzuschweigen. Das ich dich daraufhin zur Dateiablage verdonnert hatte, nimmst du mir hoffentlich nicht übel. Auch, dass ich dich alles doppelt ablegen lassen hatte, war nur zu deiner Sicherheit, das weißt du ja.
Jahrelang warst du eng verbunden mit meinen Daten und ein paar meiner engsten Freunde. Jede Nacht hast du dich mit meinem Kollegen in Frankfurt abgestimmt, tagsüber hast du dich bereitwillig von mir befüttern lassen.

Als du dann älter wurdest, wusste ich nicht mehr so recht, wie ich mit dir umgehen sollte. Du verhielst dich ab und an sehr merkwürdig und manchmal traute ich dir nicht mehr über den Weg. Auch konnte ich mit dir nicht mehr die Dinge machen, die man heute eben so macht. Die ständigen Operationen und dein imenser Verschleiß an Lüftern war irgend wann nicht mehr tragbar. Es ist jetzt einfach Zeit für mich, den Host zu wechseln.
Der Neue kann dich zwar nicht ersetzen, doch ist er um einiges pflegeleichter. Dich werde ich nun in den Keller abschieben. Dort wirst du dahinvegitieren, bis du an einem sonnigen Samstag beim Frühjahrsputz auf den Müll fliegst. Einen Organspendeausweis habe ich natürlich für dich ausgefüllt.
Lebe wohl und machs gut mein treuer Begleiter.
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Heute ist es Zeit für dich, Abschied von meinen Daten und mir zu nehmen. Du warst mir ein treuer Begleichter über fast einem Jahrzehnt. Anfangs hab ich dich überall mit hingeschleppt und dich mit fremden Netzen verkuppelt. Damals warst du hipp und neu,
Thailand: Ein Résumé
vom 10. March 2011
Die letzten drei Wochen habe ich in Thailand (Asien) mit meiner Freundin und zwei wirklich guten Freunden (Markus und Nicky) verbracht. Das war nicht nur für mich dringend nötig -- einmal richtig aus dem Alltag ausbrechen und verschwinden. Die Wochen (und Monate?) zuvor gab es in meinem Leben nicht viel mehr als die Arbeit; ich befand mich meist im Dauerstress. Das zehrte an meinen Kräften, physisch wie auch psychisch. Da war ein Urlaub ohne jegliches Notebook oder Handy genau das Richtige.
In Bangkok angekommen gab es für uns erst einmal einen gewaltigen Kulturschock. Das Klima und auch die Menschen sind dort "unten" ganz anders. Alles ist eine Spur gelassener, wärmer, runder, speckiger, klebriger, aber auch freundlicher. Man gewöhnt sich erstaunlich schnell an so manches, vorausgesetzt man geht unvoreingenommen an alles heran.

Wir haben so vieles gesehen und erlebt, dass ich hier nicht jede Einzelheit berichten kann, aber ein paar Eindrücke und Gedanken möchte ich dennoch schreiben. Bangkok war eine unglaubliche Erfahrung. Die Menschen leben (für unsere Verhältnisse) erschreckend chaotisch. Aus einer Straße mit zwei Spuren werden kurzerhand vier Spuren gemacht, die abenteuerliche Stromverkabelung stellt die VDE100 komplett in den Schatten und an Hinweisschilder hält sich sowieso niemand. Es scheint fast so, als würde man mit Absicht genau das Gegenteil machen was vorgeschrieben ist. Aber trotzdem funktioniert irgend wie alles. Es schien für mich so, als würden die Menschen gegenseitig aufeinander aufpassen. Die Menschen machten den Eindruck, dass sie glücklicher und in Harmonie mit sich selbst und ihrer Umgebung leben.

An jeder Ecke fand man einen kleinen Gebetstempel mit Opfergaben, selbst in Taxis war fast immer ein kleiner Buddha auf dem Armaturenbrett. Sie falten die Hände, bevor sie Geld annehmen und die allermeisten sind stets höflich, freundlich und hilfsbereit. Niemand wird alleine stehen gelassen. Diese Kultur hat mich schon schwer beeindruckt.
Eines wurde mir in Thailand ziemlich deutlich bewusst: Ich bin reich -- nicht nur was den Lebensstandard angeht, sondern auch reich an Erfahrung, Wissen, und Bildung. Für die meisten Thai ausserhalb der größeren Städte ist Englisch nicht selbstverständlich und selbst für Shopbesitzer ist 5x60 Bath ohne einen überdimensionierten Taschenrechner nicht lösbar. In unserem Alltag selbstverständliche Dinge wie Copyright, Recycling, Müllentsorgung oder der Respekt vor der Umwelt scheint in solchen Entwicklungsländern noch nicht durchgedrungen (oder noch nicht umsetzbar) zu sein. Hier wird alles kopiert und gefälscht, der Müll wird zu Haufen zusammengekehrt und angezündet.
Das Bewusstsein, in einem Staat wie Deutschland von enormem Wohlstand zu leben, bekommen man erst deutlich zu spüren, wenn man eines der Länder in Äquatornähe mit eigenen Augen gesehen und erlebt hat. Ich zahle dafür gerne meine Steuern.
Die Einstellung der Thais zum Leben, ihren Mitmenschen und ihrer Umgebung hat mich dann aber schon etwas nachdenklich gemacht. Ich hatte zudem das erste Mal seit langem die Möglichkeit, über die vergangenen Monate zu reflektieren. Schon während meiner Abschlussarbeit hatte ich begonnen zu arbeiten, und danach blieb selten die Gelegenheit, über das Vergangene nachzudenken. Ich wollte beispielsweise etwas über mein Thesis-Thema bloggen oder ein paar Projekte aus meinem Studium vorstellen, bin aber seit über einem halben Jahr nicht dazugekommen dies zu tun. Ähnliches merke ich jetzt auf der Arbeit; hier purzeln die Feature-Requests schneller herein als ich sie umsetzen kann. Da bleibt keine Zeit mehr, Code-Reviews zu machen oder intensiv über eine Problemstellung nachzudenken und den besten Weg zur Umsetzung zu finden. In solchen Situationen beneide ich die Lebensweise der Thai.

Vielleicht war es auch das Buch "Dienstags bei Morrie" von Mitch Albom, dass mir etwas die Augen geöffnet hat. Das Leben ist zu schade, um es unbemerkt an sich vorbeiziehen zu lassen. Wenn man nur noch auf seine Umwelt reagiert, statt aktiv einzugreifen, hat man nicht mehr viel vom Leben. Voll und ganz auf die Dinge konzentrieren, die für mich wichtig sind und diese dann konsequent(er) verfolgen ist deshalb mein Ziel für dieses Jahr.
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Die letzten drei Wochen habe ich in Thailand (Asien) mit meiner Freundin und zwei wirklich guten Freunden (Markus und Nicky) verbracht. Das war nicht nur für mich dringend nötig -- einmal
Eigentlich schade
vom 24. August 2010Als ich mich vor ungefähr drei Jahren bei Facebook angemeldet hatte, war da noch nichts los. Die einzige deutsche Fansite war "Germany, the land of brezels and beer" und hatte ca. 150 Mitglieder. Ich hab dem ganzen auch keine große Bedeutung mehr geschenkt, da ein Social-Network ohne Freunde nicht besonders viel Spaß macht. Da war Twitter schon lustiger, vorausgesetzt man wollte immer genau wissen, was gerade so im Netz hyped. Doch im Großen und Ganzen war das für die meisten in Deutschland ziemlich irrelevant.
StudiVZ war der heiße Scheiß für alle, die keine andere Möglichkeit hatte sich im Web mitzuteilen. Man gruschelte sich gegenseitig und verlinkte sich auf Partybildchen. Diejenigen, die ein eigenes Blog hatten und einen RSS-FeedReader bedienen konnten, hatten zu der Zeit (schlimm jetzt schon "zu der Zeit" zu schreiben!) eine tolle Möglichkeit schnell an selektierte Informationen zu gelangen und sich der Welt zitierfähig mitzuteilen.
Heftige Diskussionen wurden in Blogs geführt, Streitereien ausgetragen, Geheimnisse ausgeplaudert und zu jedem Problem gab es schon jemanden, der die Lösung in seinem Blog veröffentlichte. Doch seit circa einem Jahr scheint sich wieder ein Medienwechsel durch das Web zu ziehen. Und zum ersten Mal gefällt mir nicht, was ich erlebe.
Betrachte ich meinen Feedreader, rauschen zwar noch in gewohnter Regelmäßigkeit Artikel von Lifehacker, io9, Spreeblick und Nerdcore durch, doch die Blogs meiner Freunde sind seit Monaten stillgelegt. Das Blog meiner Freundin ist schon seit einem halben Jahr tot, der letzte Twitter-Post ist von gestern. Sterben gerade die kleinen Blogs weg, ohne dass es uns bewusst wird? Ist RSS/Atom Käse von Vorgestern, für das seit Facebook-Pinwand und Twitter-Timeline kein Bedarf mehr besteht?
Woran liegt es, dass keiner mehr Lust hat zu bloggen? Liegt es an den ganzen Social-Networks, dass niemand mehr die Muse hat, sich für einen Blogartikel Mühe zu geben? Ich kann nur für mich sprechen: Seit Twitter und Facebook hat sich für mich das Verständnis für einen Blogartikel stark verändert. Ein Tweet muss nicht originell oder fehlerfrei sein. Selbst wenn keiner es versteht, in zwei Tagen ist der Eintrag schon unterhalb des Browserfensters verschwunden und keiner wird ihn vermissen. Bei einem Blog-Artikel sieht das nun ganz anders aus: Einmal geschrieben, gleich von Google erfasst und für alle Ewigkeit im Netz. Über die Kommentare (vorausgesetzt man hat willige Kundschaft) wird auf jeden Fehler hingewiesen, der Chef liest mit und der Link dazu landet in der Bookmarksammlung.
Diese Vorstellung schreckt ab. Auch mit diesem Blog-Beitrag habe ich wieder mal ewig gewartet. In den vergangenen Monaten ist so viel passiert, über das ich schreiben wollte, doch nie fand ich es würdig genug. Warum auch immer. Diesem Trend will ich in Zukunft wieder gegensteuern und gelobe Besserung.
(Die Datumsangabe ist vom letzten veröffentlichten Blogbeitrag) Ganz speziell will ich Bea (~2009), Klaus (Februar 2010, ich bin enttäuscht!), Florian (Mai 2010), Till (Februar 2010, dir sei verziehen), Ruben (Dezember 2009), Kai (Juni 2010, vorbildlich!), Markus (Juni 2010), Daniel (August 2009), Andreas (August 2009), Thomas (November 2009) und alle anderen vergessenen Freunde dazu anregen, mal den Spam aus den Kommentaren zu löschen und mal wieder zu bloggen. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir -- ja wir, die die Blogosphäre erschaffen haben -- die Blogs wieder auferleben lassen und Texte verfassen, die länger als 144 Zeichen lang sind.
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Als ich mich vor ungefähr drei Jahren bei Facebook angemeldet hatte, war da noch nichts los. Die einzige deutsche Fansite war \"Germany, the land of brezels and beer\" und hatte ca. 150 Mitglieder. Ich hab dem ganzen auch keine große Bedeutung mehr gesc
Und wieder ein Jahr rum
vom 15. January 2010Ich habe lange nichts mehr von mir hören lassen. Dies hatte mehrere Gründe: zum einen war ich die letzten Wochen und Monate ziemlich mit Prüfungen beschäftigt und zum anderen war ich etwas geknickt vom Adventskalender und der mangelnden Beteiligung. Twitter und Facebook waren allerdings auch nicht unschuldig an der fehlenden Lust etwas im Blog zu veröffentlichen. (Beim vorletzten Chaos Treffen hatten wir das Thema ja schon zu Genüge erörtert) Trotzdem finde ich das Bloggen weiterhin spannend und werde es nicht sein lassen!
Aber nun zum Jahresrückblick: Das letzte Jahr war ein sehr spannendes und ereignisreiches Jahr, in dem ich sehr viel erlebt, gelernt und getan habe. Von ein paar Ereignissen möchte ich hier berichten - nicht nur für euch, sondern auch für mich als Reflexion.
Am Anfang veranstaltete ich einen etwas aufwändigeren Programmierwettbewerb (Chat-Client) und bewarb mich bei IBM auf eine Praxissemesterstelle. Dort wurde ich genommen und fuhr die darauf folgenden 7 Monate jeden Tag zusammen mit Klaus von Heilbronn nach Stuttgart, um an einem ziemlich aufwändigen Projekt zu arbeiten. Auf der Autobahn hörten wir so ziemlich jedes Hörbuch und jeden Podcast von Frankenstein bis ChaosRadio. Es war eine ganz neue Erfahrung für mich, in so einem großen Unternehmen zu arbeiten und ich hab einiges über Projektmanagement, Konfliktbewältigung und den Umgang mit (schwierigen) Kunden gelernt. Gelesen habe ich in der Zeit allerdings verhältnismäßig wenig.
Im Sommer habe ich zusammen mit Bea einige Caches gehoben (GeoCaching, ~35 Stück dieses Jahr) und auch versucht selbst einen zu legen. Leider gestaltete sich dies als äußerst nervenaufreibend und zeitintensiv, so dass dieser immer noch nicht an seinem Platz ist. Zusammen mit Florian haben wir ein paar Nächte mit Battle Of Wesnoth zugebracht, von denen bis heute keiner gerne redet :)
Zum Ausklang des Sommers gab es Urlaub am Bodensee mit Zelt und Campingkocher. An einem ziemlich heißen Spätsommertag Blut zu spenden ist keine gute Idee, das weiß ich jetzt auch :) Dafür gabs Freikarten für TripsDrill. Im September (um genau zu seine am 24.) hörte ich mit dem rauchen auf und hab die letzten Sommertage mit einem 10 km Lauf (ebm Papst Marathon) und Slacklining im Park genossen.
Im Oktober dann legte ich mir ein neues Notebook (Lenovo S12) zu und Florian half mir mit der Gentoo-Installation. Zu dieser Zeit begann mein letztes Fachsemester mit zwei schweren Mathevorlesungen und einem aufwändigen Theoriefach. Im November dann machte ich beim NaNoWriMo mit, was ich allerdings nicht ganz geschafft hatte. Bei zwei dritteln (~35.000 Wörtern) bin ich ausgestiegen, das wird dieses Jahr besser!
Im Dezember habe ich zusammen mit Florian den Adventskalender veranstaltet, der einiges an Zeit in Anspruch genommen hatte. Ich probierte verschiedene Plattformen wie die Nintendo Wii oder Googles Android aus, um das Spiel aus dem Adventskalender zu portieren, hatte aber keine Zeit mehr darüber zu schreiben, denn Weihnachten stand vor der Türe. Mein kleiner Bruder verbrachte Weihnachten und die restlichen Feiertage im Krankenhaus, weil er sich ein paar Sehnen/Nerven am Finger durchgeschnitten hatte. Für einen Programmierer/Grafiker/PC-Mensch gibt es glaube ich nichts schlimmeres. Nach den Festtagen und der ganzen Aufregung war ich dann auf dem 26c3 in Berlin.
Natürlich gab es noch einiges mehr zu erzählen, doch ich denke das genügt. Als Ersatz noch ein paar Statistiken: Im Jahr 2009 hab ich 608 Bookmarks in delicious.com gespeichert. Anfang des Jahres hatte ich eine Liste mit 100 Wünschen aufgeschrieben (gar nicht so einfach, probiert es mal aus!) von denen ich nun 42 streichen konnte! Eine gute Bilanz wie ich finde.
In diesem Sinne starte ich auch ins Jahr 2010: Es wird sich wieder viel verändern, viel geschehen und vieles ganz anders kommen wie man es sich zuvor ausgemalt hat.
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Ich habe lange nichts mehr von mir hören lassen. Dies hatte mehrere Gründe: zum einen war ich die letzten Wochen und Monate ziemlich mit Prüfungen beschäftigt und zum anderen war ich etwas geknickt vom Adventskalender und der mangelnden Beteiligung. T
26C3 & das erste mal Berlin
vom 28. December 2009
Zusammen mit Florian, Martin Sigloch und Bea bin ich dieses Jahr zum CCC Kongress (26c3, heise, tagesthemen) nach Berlin gefahren. Zum Glück waren Michael und Jason schon am Abend davor da und haben uns Bändchen gekauft, denn schon am ersten Tag gegen Mittag war alles ausverkauft. Ohne sie hätten wir wieder heimfahren können. Nochmals vielen Dank dafür!
Und auch tolle Plätze hatten wir. In Sofas im ersten Stock mit Blick auf den Fernsehturm Richtung Alexanderplatz. Vor unseren Füßen habs jeden Abend ne Tesla Show die jeden Tag spektakulärer wurde. Anfangs waren es nur ein paar Blitze, ein Tag später spielte die Teslaspule schon Musik (YouTube). Das WLan war am ersten Tag erwartungsgemäß schlecht, nachdem sich aber Jason und Florian mit Switchen ausgestattet hatten, konnten wir entspannt über Kabel ins Netz. An dieser Stelle nochmal ein Danke an Florian, der auf seinem Server einen VPN-Tunnel eingerichtet hat, um nicht ungeschützt ins Netz zu müssen :-)

Es gab viel zu sehen und zu lernen. In den ersten beiden Tagen waren wir in einigen Vorträgen, die restlichen Tage haben wir die Streams gemütlich auf dem Sofa verfolgt. Dies war auch besser so, denn bei den beliebteren Vorträgen und Veranstaltungen musste man sich schon eine halbe Stunde zuvor anstellen um einen Stehplatz zu bekommen. Die Streams waren dieses mal wieder sehr professionell gemacht, auch wenn sie zu Spitzenzeiten ein paar mal ruckelten.

Interessant fand ich auch, dass man auf dem Kongress viele bekannte Gesichter gesehen hat, die man normalerweise nur von berühmten Blogs, Podcasts oder dem Fernsehn kennt.
Geschlafen haben wir in einer ziemlich billigen Absteige im Osten von Berlin, doch das war uns egal, denn alles war besser als in einer Turnhalle oder auf einem Stuhl zu schlafen. Berlin an sich ist eine echt tolle Stadt! Leider haben wir nicht all zu viel davon angeschaut, da wir die meiste Zeit auf dem Kongress waren.

Vom Alexanderplatz war ich etwas enttäuscht, den hab ich mich etwas spektakulärer vorgestellt. Aber allgemein würde ich fast behaupten, dass die Menschen in Berlin einen Tick menschlicher, sozialer, hilfsbereiter und freundlicher sind als bei uns im Schwabenländle. Ich werde auf jeden Fall bei der nächsten Gelegenheit wieder nach Berlin gehen!
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Zusammen mit [Florian](http://feitel.indeedgeek.de/), Martin Sigloch und [Bea](http://beatrice-fischer.de/) bin ich dieses Jahr zum [CCC](http://ccc.de/) Kongress ([26c3](http://26c3.
Schandfleck
vom 19. November 2009Ok, jetzt ist es offiziell: Meine Wohnung ist ein Schandfleck der Gesellschaft und muss schleunigst entfernt werden. Bürger von Heilbronn werden zur Mithilfe aufgefordert.
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Ok, jetzt ist es offiziell: Meine Wohnung ist ein Schandfleck der Gesellschaft und muss schleunigst entfernt werden. Bürger von Heilbronn werden zur Mithilfe aufgefordert.
 Es stellte sich dann heraus, dass er auch auf der Suche war. Gemeinsam haben wir es dann gefunden.
Den dritten Teil mit Nacht-Cache Finale haben wir nicht hinbekommen, aber das wird noch!
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Allein in Baden-Württemberg sind über [14 Tausend Schätze][0] versteckt, von denen die meisten gar nichts wissen, und die, die von den Schätze wissen, geben alles daran, dass sie nicht beim Finden erwischt werden. Ich hab schon des Öfteren von [Geoca
Willkommen im Jahr der Astronomie!
vom 2. January 2009Etwas spät, aber noch im Rahmen: Ich wünsche euch allen ein gutes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2009! Mögen alle Vorhaben und Wünsche gelingen und in Erfüllung gehen.
Das Jahr 2008 war für mich ein tolles Jahr. Ich habe die Blogpostings von letztem Jahr durchgesehen und ein paar persönliche "Highlights" herausgepickt. Viel Spaß damit:
Jannuar: Das ISS-Modul Collumbus ist nach mehreren Fehlversuchen bereit und wird Tage später vom deutschen Astronaut Thomas Reiter und seinen Kollegen installiert.
Februar: Ich wurde Opfer eines von Microsoft veranstaltetem Alternate Reality Game und wurde durch eine Sanduhr eingeladen. Mir ist bie heute nicht klar, warum sie mich - ein Linux-Fan - ausgewählt hatten. :-)
März: Ich wechselte den vServer-Anbieter und den Web-Server. Hier musste ich einiges wieder zurechtbiegen.
April: Über das Fach AKSE hatte ich mich intensiv mit JavaScript beschäftigt und das ein oder andere coole Feature entdeckt.
Mai: zensiert
Juni: Mein Bruder und ich kauften uns eine Playstation 3 und spielten Nächte lang Metal Gear Solid 4. Mein Bruder ist mittlerweile ausgezogen.
Juli: Mein GTD, endlich mal zu Papier gebracht.
August: Keine Aufzeichnungen vorhanden
September: Erster Programmierwettbewerb, bei dem 8(!) Personen mitgemacht haben.
Oktober: Mittem im Streß ...
November: Blut gespendet.
Dezember: Mein erster Krankenhaus"besuch" als Patient.
Was habt ihr im letzten Jahr erlebt? Und noch wichtiger: Was für Ziele habt ihr euch für dieses Jahr gesteckt?
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Etwas spät, aber noch im Rahmen: Ich wünsche euch allen ein gutes, gesundes und erfolgreiches [Jahr 2009][0]! Mögen alle Vorhaben und Wünsche gelingen und in Erfüllung gehen.
Das Jahr 2008 war für mich ein tolles Jahr. Ich habe die Blogpostings v
Bääm!
vom 4. December 2008Da lag ich also. Total am Ende, vollgepumpt mit Medika, gelb wie die Simpsons, die Infusion im Arm und Reste von klebrigem Ultraschall-Gel auf dem Bauch. Unfähig aufzustehen, lag ich in einem kleinen sterilen Kämmerlein in der Notaufnahme und wartete auf den im Gesicht mit Akne übersähten Doktor. Er fragte mich unzähliche Dinge - das glaubte ich zummindest - und fingerte an mir herum. Irgend wann ging er wieder und ein Zivi brachte mich in die "innere". Das ist der Teil des Krankenhauses, in dem Leute liegen, die keine Mägen haben oder die auf ihre Magen/Darm-Spiegelung warten um mit Sonden nach Tumoren zu suchen.
Ich schlief eine ganze Weile und als ich aufwachte lag ich zwischen zwei älteren Männern. Der ohne Magen war eigentlich recht still, der andere war offensichtlich Kapitän von irgend einem Kutter im Norden und musste immer reden. Ich war richtig froh, als er dann mit Kotzen und Scheißen beschäftigt war, so konnte ich wenigstens etwas schlafen. Ich schnappte ab und an Fetzen auf: "Ihr Stuhl muss Kamilletee-Farben sein, sonst bringt das nichts.". "Aber ich trink doch gar kein Tee.". "Soll ich ihnen einen machen machen, damit sie selbst vergleichen können?",... Irgend wie tat er mir dann wieder leid.
Mitten in der Nacht wachte ich schweißgebaded auf, scheiß Drüsenfieber. Der Mann ohne Magen machte eigenartige "Plop"-Geräusche im schlaf, die ich nicht deuten konnte. Ich dachte eine ganze Zeit lang, die kämen von drausen, war aber nicht so. Der Kapitän saß mal wieder auf dem Klo und ballerte die Schüssel voll. Zu dumm, dass die Lüftung ausfiel, denn es roch ziemlich mies. Ab diesem Tag ging ich im Gang aufs Klo.
Vier Tage lang lag ich neben den beiden. Jeden Morgen schraubte eine Schwester zwei Bäutel Infusion an meinen "Anschluss-Stutzen", den ich bei der Einlieferung verpasst bekommen hatte. Erinnerte mich irgend wie an Matrix. Ausser Frühstück um sieben, Mittagessen um 12 und Abendessen um fünf passierte dann nicht mehr viel. Die ersten Tage schlief ich fast durch, die letzten beiden Tage waren sterbenslangweilig. Das einzige, was ich vor mir sah, war eine Kopie eines Gemäldes von Georgia O'Keeffe "One Hundred Flowers". Nach 20 Minuten konnte ich es nicht mehr sehen. Ich war so froh, als ich mich mehr oder weniger selbst entlassen konnte. Meine Entlassungspapiere waren noch nicht fertig, aber ich ging trotzdem. Nur raus aus dem Laden.
Epstein Barr Visus. Quelle: Wikipedia
Wer sich nun wundert, warum ich nun im Krankenhaus war und warum ich mich die letzten Wochen nicht mehr gemeldet habe, sei gesagt: Ich habe mich (warscheinlich im Bus oder in der Mensa) mit dem Epstein-Barr-Virus infiziert, für das es keinerlei Medikamente gibt. Da ich zur gleichen Zeit ein Angina hatte und nicht richtig schlucken/trinken konnte, fehlte der Leber Flüssigkeit und ich brauchte demzufolge Infusionen.
Das Virus ist ansteckend und ich werde deshalb noch eine Woche daheim verbringen müssen. Glücklicherweise funktioniert mein Hirn wieder einigermaßen, so dass ich wieder nützliche Dinge tun kann, wie zum Beispiel Bloggen. :)
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Da lag ich also. Total am Ende, vollgepumpt mit Medika, gelb wie die Simpsons, die Infusion im Arm und Reste von klebrigem Ultraschall-Gel auf dem Bauch. Unfähig aufzustehen, lag ich in einem kleinen sterilen Kämmerlein in der Notaufnahme und wartete au
Angezapft und ausgeblutet
vom 4. November 2008Ich war heute das erste mal Blut spenden. Einen halben Liter habe ich mir mit Gewalt aus dem Körper gepumpt, hätte nicht gedacht, dass das so schnell geht. Bea hatte auch ihr Blut fließen lassen.
War eigentlich kein großes Ding, hab mir das irgend wie spektakulärer vorgestellt. Lob an das DRK, die Ärzte und Helfer waren alle sehr zuvorkommend, kompetent und Nett.
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Ich war heute das erste mal Blut spenden. Einen halben Liter habe ich mir mit Gewalt aus dem Körper gepumpt, hätte nicht gedacht, dass das so schnell geht. [Bea](http://blog.beatrice-fischer.de/index.php?/archives/3-Blutspende,-meine-Erste.html) hatte
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