Und wieder ein Jahr rum

vom 15. January 2010

Ich habe lange nichts mehr von mir hören lassen. Dies hatte mehrere Gründe: zum einen war ich die letzten Wochen und Monate ziemlich mit Prüfungen beschäftigt und zum anderen war ich etwas geknickt vom Adventskalender und der mangelnden Beteiligung. Twitter und Facebook waren allerdings auch nicht unschuldig an der fehlenden Lust etwas im Blog zu veröffentlichen. (Beim vorletzten Chaos Treffen hatten wir das Thema ja schon zu Genüge erörtert) Trotzdem finde ich das Bloggen weiterhin spannend und werde es nicht sein lassen!

Aber nun zum Jahresrückblick: Das letzte Jahr war ein sehr spannendes und ereignisreiches Jahr, in dem ich sehr viel erlebt, gelernt und getan habe. Von ein paar Ereignissen möchte ich hier berichten - nicht nur für euch, sondern auch für mich als Reflexion.

Am Anfang veranstaltete ich einen etwas aufwändigeren Programmierwettbewerb (Chat-Client) und bewarb mich bei IBM auf eine Praxissemesterstelle. Dort wurde ich genommen und fuhr die darauf folgenden 7 Monate jeden Tag zusammen mit Klaus von Heilbronn nach Stuttgart, um an einem ziemlich aufwändigen Projekt zu arbeiten. Auf der Autobahn hörten wir so ziemlich jedes Hörbuch und jeden Podcast von Frankenstein bis ChaosRadio. Es war eine ganz neue Erfahrung für mich, in so einem großen Unternehmen zu arbeiten und ich hab einiges über Projektmanagement, Konfliktbewältigung und den Umgang mit (schwierigen) Kunden gelernt. Gelesen habe ich in der Zeit allerdings verhältnismäßig wenig.

Im Sommer habe ich zusammen mit Bea einige Caches gehoben (GeoCaching, ~35 Stück dieses Jahr) und auch versucht selbst einen zu legen. Leider gestaltete sich dies als äußerst nervenaufreibend und zeitintensiv, so dass dieser immer noch nicht an seinem Platz ist. Zusammen mit Florian haben wir ein paar Nächte mit Battle Of Wesnoth zugebracht, von denen bis heute keiner gerne redet :)

Zum Ausklang des Sommers gab es Urlaub am Bodensee mit Zelt und Campingkocher. An einem ziemlich heißen Spätsommertag Blut zu spenden ist keine gute Idee, das weiß ich jetzt auch :) Dafür gabs Freikarten für TripsDrill. Im September (um genau zu seine am 24.) hörte ich mit dem rauchen auf und hab die letzten Sommertage mit einem 10 km Lauf (ebm Papst Marathon) und Slacklining im Park genossen.

Im Oktober dann legte ich mir ein neues Notebook (Lenovo S12) zu und Florian half mir mit der Gentoo-Installation. Zu dieser Zeit begann mein letztes Fachsemester mit zwei schweren Mathevorlesungen und einem aufwändigen Theoriefach. Im November dann machte ich beim NaNoWriMo mit, was ich allerdings nicht ganz geschafft hatte. Bei zwei dritteln (~35.000 Wörtern) bin ich ausgestiegen, das wird dieses Jahr besser!

Im Dezember habe ich zusammen mit Florian den Adventskalender veranstaltet, der einiges an Zeit in Anspruch genommen hatte. Ich probierte verschiedene Plattformen wie die Nintendo Wii oder Googles Android aus, um das Spiel aus dem Adventskalender zu portieren, hatte aber keine Zeit mehr darüber zu schreiben, denn Weihnachten stand vor der Türe. Mein kleiner Bruder verbrachte Weihnachten und die restlichen Feiertage im Krankenhaus, weil er sich ein paar Sehnen/Nerven am Finger durchgeschnitten hatte. Für einen Programmierer/Grafiker/PC-Mensch gibt es glaube ich nichts schlimmeres. Nach den Festtagen und der ganzen Aufregung war ich dann auf dem 26c3 in Berlin.

Natürlich gab es noch einiges mehr zu erzählen, doch ich denke das genügt. Als Ersatz noch ein paar Statistiken: Im Jahr 2009 hab ich 608 Bookmarks in delicious.com gespeichert. Anfang des Jahres hatte ich eine Liste mit 100 Wünschen aufgeschrieben (gar nicht so einfach, probiert es mal aus!) von denen ich nun 42 streichen konnte! Eine gute Bilanz wie ich finde.

In diesem Sinne starte ich auch ins Jahr 2010: Es wird sich wieder viel verändern, viel geschehen und vieles ganz anders kommen wie man es sich zuvor ausgemalt hat.

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26C3 & das erste mal Berlin

vom 28. December 2009

Image t

Zusammen mit Florian, Martin Sigloch und Bea bin ich dieses Jahr zum CCC Kongress (26c3, heise, tagesthemen) nach Berlin gefahren. Zum Glück waren Michael und Jason schon am Abend davor da und haben uns Bändchen gekauft, denn schon am ersten Tag gegen Mittag war alles ausverkauft. Ohne sie hätten wir wieder heimfahren können. Nochmals vielen Dank dafür!

Und auch tolle Plätze hatten wir. In Sofas im ersten Stock mit Blick auf den Fernsehturm Richtung Alexanderplatz. Vor unseren Füßen habs jeden Abend ne Tesla Show die jeden Tag spektakulärer wurde. Anfangs waren es nur ein paar Blitze, ein Tag später spielte die Teslaspule schon Musik (YouTube). Das WLan war am ersten Tag erwartungsgemäß schlecht, nachdem sich aber Jason und Florian mit Switchen ausgestattet hatten, konnten wir entspannt über Kabel ins Netz. An dieser Stelle nochmal ein Danke an Florian, der auf seinem Server einen VPN-Tunnel eingerichtet hat, um nicht ungeschützt ins Netz zu müssen :-)

Martin

Es gab viel zu sehen und zu lernen. In den ersten beiden Tagen waren wir in einigen Vorträgen, die restlichen Tage haben wir die Streams gemütlich auf dem Sofa verfolgt. Dies war auch besser so, denn bei den beliebteren Vorträgen und Veranstaltungen musste man sich schon eine halbe Stunde zuvor anstellen um einen Stehplatz zu bekommen. Die Streams waren dieses mal wieder sehr professionell gemacht, auch wenn sie zu Spitzenzeiten ein paar mal ruckelten.

Room full

Interessant fand ich auch, dass man auf dem Kongress viele bekannte Gesichter gesehen hat, die man normalerweise nur von berühmten Blogs, Podcasts oder dem Fernsehn kennt.

Geschlafen haben wir in einer ziemlich billigen Absteige im Osten von Berlin, doch das war uns egal, denn alles war besser als in einer Turnhalle oder auf einem Stuhl zu schlafen. Berlin an sich ist eine echt tolle Stadt! Leider haben wir nicht all zu viel davon angeschaut, da wir die meiste Zeit auf dem Kongress waren.

Bea in Berlin

Vom Alexanderplatz war ich etwas enttäuscht, den hab ich mich etwas spektakulärer vorgestellt. Aber allgemein würde ich fast behaupten, dass die Menschen in Berlin einen Tick menschlicher, sozialer, hilfsbereiter und freundlicher sind als bei uns im Schwabenländle. Ich werde auf jeden Fall bei der nächsten Gelegenheit wieder nach Berlin gehen!

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Schandfleck

vom 19. November 2009

Ok, jetzt ist es offiziell: Meine Wohnung ist ein Schandfleck der Gesellschaft und muss schleunigst entfernt werden. Bürger von Heilbronn werden zur Mithilfe aufgefordert.

Schande! Heilbronner Stimme, 19. November 2009

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Geocaching

vom 11. June 2009

Allein in Baden-Württemberg sind über 14 Tausend Schätze versteckt, von denen die meisten gar nichts wissen, und die, die von den Schätze wissen, geben alles daran, dass sie nicht beim Finden erwischt werden. Ich hab schon des Öfteren von Geocaching gehört, aber mich nie richtig damit beschäftigt, da ich kein tragbares GPS-Gerät habe. Heute haben Bea und ich uns auf den Weg gemacht und gleich mal den ersten Cache direkt vor meiner Wohnung gehoben. Zur Navigation haben wir einen BlackBerry Bold 9000 mit der Black Star Software verwendet.

Weil wir beim ersten schnell fündig wurden, haben wir uns natürlich danach was komplexeres herausgesucht. Der dreiteilige Multi-Cache SIDK war schon ziemlich herausfordernd für den Anfang. Beim ersten GPS-Punkt angekommen, fanden wir nach 5 Minuten suchen weitere GPS-Koordinaten, die uns mitten in die Stadt führten. Als wir dann da ganz unauffällig nach dem nächsten Hinweis suchten, fragte uns plötzlich einer "Habt ihr auch euren Schlüssel verloren?" und grinste :) Es stellte sich dann heraus, dass er auch auf der Suche war. Gemeinsam haben wir es dann gefunden.

Den dritten Teil mit Nacht-Cache Finale haben wir nicht hinbekommen, aber das wird noch!

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Willkommen im Jahr der Astronomie!

vom 2. January 2009

Etwas spät, aber noch im Rahmen: Ich wünsche euch allen ein gutes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2009! Mögen alle Vorhaben und Wünsche gelingen und in Erfüllung gehen.

Das Jahr 2008 war für mich ein tolles Jahr. Ich habe die Blogpostings von letztem Jahr durchgesehen und ein paar persönliche "Highlights" herausgepickt. Viel Spaß damit:

Jannuar: Das ISS-Modul Collumbus ist nach mehreren Fehlversuchen bereit und wird Tage später vom deutschen Astronaut Thomas Reiter und seinen Kollegen installiert.

Februar: Ich wurde Opfer eines von Microsoft veranstaltetem Alternate Reality Game und wurde durch eine Sanduhr eingeladen. Mir ist bie heute nicht klar, warum sie mich - ein Linux-Fan - ausgewählt hatten. :-)

März: Ich wechselte den vServer-Anbieter und den Web-Server. Hier musste ich einiges wieder zurechtbiegen.

April: Über das Fach AKSE hatte ich mich intensiv mit JavaScript beschäftigt und das ein oder andere coole Feature entdeckt.

Mai: zensiert

Juni: Mein Bruder und ich kauften uns eine Playstation 3 und spielten Nächte lang Metal Gear Solid 4. Mein Bruder ist mittlerweile ausgezogen.

Juli: Mein GTD, endlich mal zu Papier gebracht.

August: Keine Aufzeichnungen vorhanden

September: Erster Programmierwettbewerb, bei dem 8(!) Personen mitgemacht haben.

Oktober: Mittem im Streß ...

November: Blut gespendet.

Dezember: Mein erster Krankenhaus"besuch" als Patient.

Was habt ihr im letzten Jahr erlebt? Und noch wichtiger: Was für Ziele habt ihr euch für dieses Jahr gesteckt?

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Bääm!

vom 4. December 2008

Da lag ich also. Total am Ende, vollgepumpt mit Medika, gelb wie die Simpsons, die Infusion im Arm und Reste von klebrigem Ultraschall-Gel auf dem Bauch. Unfähig aufzustehen, lag ich in einem kleinen sterilen Kämmerlein in der Notaufnahme und wartete auf den im Gesicht mit Akne übersähten Doktor. Er fragte mich unzähliche Dinge - das glaubte ich zummindest - und fingerte an mir herum. Irgend wann ging er wieder und ein Zivi brachte mich in die "innere". Das ist der Teil des Krankenhauses, in dem Leute liegen, die keine Mägen haben oder die auf ihre Magen/Darm-Spiegelung warten um mit Sonden nach Tumoren zu suchen.

Ich schlief eine ganze Weile und als ich aufwachte lag ich zwischen zwei älteren Männern. Der ohne Magen war eigentlich recht still, der andere war offensichtlich Kapitän von irgend einem Kutter im Norden und musste immer reden. Ich war richtig froh, als er dann mit Kotzen und Scheißen beschäftigt war, so konnte ich wenigstens etwas schlafen. Ich schnappte ab und an Fetzen auf: "Ihr Stuhl muss Kamilletee-Farben sein, sonst bringt das nichts.". "Aber ich trink doch gar kein Tee.". "Soll ich ihnen einen machen machen, damit sie selbst vergleichen können?",... Irgend wie tat er mir dann wieder leid.

Mitten in der Nacht wachte ich schweißgebaded auf, scheiß Drüsenfieber. Der Mann ohne Magen machte eigenartige "Plop"-Geräusche im schlaf, die ich nicht deuten konnte. Ich dachte eine ganze Zeit lang, die kämen von drausen, war aber nicht so. Der Kapitän saß mal wieder auf dem Klo und ballerte die Schüssel voll. Zu dumm, dass die Lüftung ausfiel, denn es roch ziemlich mies. Ab diesem Tag ging ich im Gang aufs Klo.

Vier Tage lang lag ich neben den beiden. Jeden Morgen schraubte eine Schwester zwei Bäutel Infusion an meinen "Anschluss-Stutzen", den ich bei der Einlieferung verpasst bekommen hatte. Erinnerte mich irgend wie an Matrix. Ausser Frühstück um sieben, Mittagessen um 12 und Abendessen um fünf passierte dann nicht mehr viel. Die ersten Tage schlief ich fast durch, die letzten beiden Tage waren sterbenslangweilig. Das einzige, was ich vor mir sah, war eine Kopie eines Gemäldes von Georgia O'Keeffe "One Hundred Flowers". Nach 20 Minuten konnte ich es nicht mehr sehen. Ich war so froh, als ich mich mehr oder weniger selbst entlassen konnte. Meine Entlassungspapiere waren noch nicht fertig, aber ich ging trotzdem. Nur raus aus dem Laden.

Epstein Barr Virus Epstein Barr Visus. Quelle: Wikipedia

Wer sich nun wundert, warum ich nun im Krankenhaus war und warum ich mich die letzten Wochen nicht mehr gemeldet habe, sei gesagt: Ich habe mich (warscheinlich im Bus oder in der Mensa) mit dem Epstein-Barr-Virus infiziert, für das es keinerlei Medikamente gibt. Da ich zur gleichen Zeit ein Angina hatte und nicht richtig schlucken/trinken konnte, fehlte der Leber Flüssigkeit und ich brauchte demzufolge Infusionen.

Das Virus ist ansteckend und ich werde deshalb noch eine Woche daheim verbringen müssen. Glücklicherweise funktioniert mein Hirn wieder einigermaßen, so dass ich wieder nützliche Dinge tun kann, wie zum Beispiel Bloggen. :)

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Angezapft und ausgeblutet

vom 4. November 2008

Ich war heute das erste mal Blut spenden. Einen halben Liter habe ich mir mit Gewalt aus dem Körper gepumpt, hätte nicht gedacht, dass das so schnell geht. Bea hatte auch ihr Blut fließen lassen.

War eigentlich kein großes Ding, hab mir das irgend wie spektakulärer vorgestellt. Lob an das DRK, die Ärzte und Helfer waren alle sehr zuvorkommend, kompetent und Nett.

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Kompetenzzentrale

vom 31. October 2008

Da mich kb genötigt hat (ok, eigentlich hab ichs ihm ja versprochen), ein paar Bilder von meiner "Kompetenzzentrale" zu zeigen: Hier also mein Arbeitszimmer:

Kompetenzzentrale 0

Kompetenzzentrale 1

Kompetenzzentrale 2

Kompetenzzentrale 3

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Mein GTD

vom 30. July 2008

Seit knapp 2 Jahren geht der GTD (Getting Things Done) Hype um. Ich laß natürlich die Klassiker wie "The 7 Habits of Highly Effective People", "Getting Things Done" von David Allen und "Getting Real" von 37Signals. Auch hab ich mir die RSS-Feeds von Blogs zu diesem Thema wie zenhabits.net, lifehacker.com, diyplanner.com und dumblittleman.com abboniert. Doch schon am Anfang viel mir auf, dass ich gewisse Dinge schon seit Jahren mache, auch wenn mir dies nie so wirklich bewusst waren. Aber ich habe auch einiges dazugelernt und ein paar Ideen in meinem eigenen "GTD-System" adaptiert.

Da ich des Öfteren gefragt werde, was ich denn so alles in mein Notizbuch schreibe, warum ich einen eeePC oder ein Whiteboard brauche oder wo ich meine Links speichere, will ich hier mal mein privates "StuffToDone"-System vorstellen. Vielleicht findet der ein oder andere ein paar Ideen oder weiß noch ein Verbesserungsvorschlag. Ich würde mich freuen.

Das System

Wichtig war und ist mir, dass ich all die Informationen, die täglich auf mich herabprasseln, irgend wo sammeln kann. Am Besten an zentralen Orten, auf die ich von überall Zugriff habe, um diese Informationen zu verarbeiten. Zudem ist es mir wichtig, die verarbeiteten Informationen ebenfalls von überall abzurufen, wenn ich sie brauche.

Stuff Das Diagramm in groß

Ich habe grundlegend 6 "Container", in denen ich Informationen sammle. Diese Container "leere" ich in regelmäßigen Abständen.

Das sind zum einen das Firefox-Plugin "ReadItLater". Damit sammle ich alle möglichen URLs, die ich in irgend einer Form verarbeiten will. Diese URLs können von den unterschiedlichen Stellen kommen, sei es von einer Newsseite, von einem Freund über IRC oder aus einem RSS-Feed. Längere Texte, die ich im Moment nicht lesen kann landen auch hier. Diese Link-Liste arbeite ich jeden (oder jeden zweiten) Tag ab, und entscheide was mit ihnen passiert. Wenn es eine Webseite ist, die ich vielleicht später noch einmal suchen werde, landen in meinem del.icio.us Account (eine online Bookmarkverwaltung). Wenn ich die URL in 2 Wochen noch einmal brauche, speichere ich sie in meinem Kalender (bei Google). Ansonsten lese ich sie und lösche sie dann aus der Liste. Wenn ich hier immer noch keine Zeit habe, mich näher damit zu beschäftigen, speichere ich sie in meinem privaten Wiki auf der "incubator"-Seite. Siese Seite schaue ich immer an, wenn es mir langweilig ist oder ich für ein paar Stunden nichts zu tun habe.

Ein weiterer "Container" ist mein E-Mail Postfach, das ich von überall per IMAP abrufen kann. Hier sammle ich in meiner Inbox E-Mails von allen meinen Konten, die Newsgroups sind extra. Mein Server teilt mir über diesen "Kanal" über Status E-Mails auch mit, wenn was nicht stimmt. Meine Inbox muss immer leer sein, da bin ich sehr penibel. Gelesene und beantwortete E-Mails werden sofort an ihren Platz verschoben, Spam wird natürlich gelöscht. Wenn eine E-Mail noch auf etwas wartet (z.B. die Bestellbestätigung oder eine E-Mail die mich an etwas erinnert, das ich machen muss) landet diese in dem Ordner @ACTIONS. Diesen Ordner schaue ich für gewöhnlich mehrmals am Tag an und arbeite die angefallenen E-Mails ab.

Mein PC-Desktop ist eine weitere Sammelstelle für alle eingehenden Dateien. Diese können vom Internet, USB-Sticks oder von meinem Handy kommen. Alles landet zuerst einmal auf meinem Desktop (vorausgesetzt es hat nicht von Anfang an einen bestimmten Platz). Von hier aus wird es "verarbeitet" und dann entweder aufs RAID verschoben, hochgeladen oder gelöscht. Allerdings habe ich keinen überfüllten Desktop, hier geht es mir ähnlich wie mit meiner E-Mail Inbox. Alles was da länger als 2 Tage rumliegt wird gelöscht.

Wenn ich nicht zuhause bin oder kein Notebook zur Hand habe, schreibe ich meine Ideen, Gedanken, Termine oder lustige Zitate in ein kleines Notizbuch. Wenn ich zuhause bin, verwende ich meist mein Whiteboard für die Gedankenblitze und Telefonnotizen. Dies sind eigentlich nur "Zwischencontainer", denn die Informationen, die ich mir hier aufschreibe, übertrage ich dann meist in den Kalender, bookmarke sie in del.icio.us, schreibe es in mein Wiki oder blogge darüber. Ich habe lange nach einer digitalen Lösung gesucht, doch das schien mir am Ende doch das einfachste und schnellste. Kein booten, kein warten, kein klicken, kein Sync-Kabel.

Für alles Andere habe ich ein Ablagefach auf meinem Schreibtisch stehen, in das ich all den Kleinkram reinwerfe, der im laufe des Tages so anfällt. Die ungeöffnete Post, einen herausgerissenen Zeitungsausschnitt, die Bedienungsanleitung für das neue Telefon oder die leeren Batterien als Erinnerung, neue zu kaufen. Dieses Ablagefach ist zugleich mein "Ausgang", also alles was wieder raus muss. Da ich nicht so viel Zettelwirtschaft habe, funktioniert das auch ganz gut, doch wenn es mal mehr wird, wird es unübersichtlich.

Wie man sieht, habe ich grob drei Ablageplätze (del.icio.us, Kalender und Wiki) für Informationen die später nochmal gebracht werden. Das reicht mir völlig. Ich habe auch kein modernes Hängefachregister oder sonstige fancy GTD-Tools oder Software. Ich habe zwar alles mal ausprobiert, doch nichts passte wirklich. Mit dem Wiki (und einigen Plugins wie ToDo-Listen und Prioritäten), dem Google-Kalender und der Bookmarkverwaltung bin ich bis jetzt sehr zufrieden und klappt eigentlich ganz gut.

Was ich bis heute nicht wirklich hinbekommen habe, ist eine zentrale Kontaktverwaltung. Ich habe alles durch, von abook bis LDAP, aber mit nichts war ich zufrieden. Momentan verwende ich mein IMAP-Account dafür. In einem Ordner speichere ich für jeden Kontakt eine E-Mail mit einem Kolab-Groupware-Object. Das lässt sich gut mit dem Thunderbird-Plugin "Sync Kolab" mit dem lokalen Adressbuch synchronisieren. Keine optimale Lösung, aber besser als nichts. Wer eine bessere Idee hat, nur her damit.

Ich bin kein GTD-Fanatiker (mehr), aber dieses Systme funktioniert bei mir schon länger und ich bin wirklich besser organisiert als früher.

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Moderner Medienkonsum

vom 21. June 2008

Der Fernsehr ist eines der primitivsten Geräte die es zu kaufen gibt. Er besteht aus einem Schalter für an/aus und zwei Knöpfen: "Vor" und "Zurück". Das einzige was man mit diesem Kasten machen kann, ist die vorgefertigte Suppe passiv zu konsumieren oder zum nächsten Sender zu wechseln. Nur dumm, dass auf allen Sendern das selbe(?) läuft.

Vielleicht bin ich auch schon viel zu verwöhnt vom Internet, wo ich selbst entscheiden kann was ich wann wie und von wem konsumieren kann und auch aktiv mit dem Ersteller in Kontakt treten kann. (Ja, ich bin ein Web 2.0 Junky)

Seit ca. 5 Jahren schaue ich kein TV mehr und bin immer erstaunt, was für Müll spurlos an mir vorbeirauscht. Das ist mir erst neulich wieder bewusst geworden, als sich ein paar Kommilitonen über "Germany's next Topmodel" unterhalten haben und ganz erstaunt waren, dass ich nicht wusste wer Heidi Klumm ist.

Ich stille meinen Medien-Konsum fast ausschließlich durch das Internet. Meine Lieblings-Serien lade ich mir herunter (Ja, ich zahle auch GEZ!) oder kaufe mir die Staffel(n) bei eBay. Für den daily input schaue ich Vidcasts (revision3.com), den Rest erledigt alles digg.com, golem.de, spiegel.de und mein Feed-Reader.

Ich bin gespannt, wie lange sich dieses Medium noch halten wird.

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