Sammelsurien
vom 6. November 2011Schon lange nichts mehr hier geschrieben. Eigentlich wollte ich das jetzt öfter machen, doch irgend wie war jedes Mal wieder etwas anderes wichtiger oder ich habe es nicht für würdig empfunden es der Welt kund zu tun. Um diesem Teufelskreis zu entgehen, gibt es heute einen ganz unspektakulären Blogbeitrag ohne große Recherche oder Tiefsinn (wobei, vielleicht doch ein bisschen).

In den letzten Wochen habe ich mich von zwei Web-Diensten verabschiedet, weil sie mir nicht mehr zeitgemäß schienen oder weil sich die negativen Veränderungen gehäuft hatten.
Seit etlichen Jahren schon verwalte ich meine Bookmarks mit verschiedenen Web-Diensten. Angefangen hat es mit Scuttle, einem PHP-Projekt, mit dem Bookmarks verwaltet werden können. Einige Dinge hatten mich daran gestört und als dann Delicious richtig hipp wurde, bin ich mit Sack und Pack umgezogen. Dort blieb ich einige Jahre und es hatten sich so einige Bookmarks angesammelt. (ungefähr 2500). Kurzzeitig hatte ich auch mal Mr. Wong verwendet, doch das war irgend wie nicht mein Ding. Delicious machte in den letzten Monaten und Jahren einige Veränderungen durch und lies dies seine Benutzer deutlich spüren. Die letzte "Rettung" des Projekts ist nun eine komplette Reimplementierung von Delicious, welche aber noch nicht mal im Ansatz das Beta-Stadium erreicht hat. Deshalb beschloss ich, meine Bookmarks einem zuverlässigeren und besseren Dienst anzuvertrauen und meine Wahl fiel auf pinboard.in.
Als ich dort meine Bookmarks von Delicious importiert hatte, entdeckte ich etwas, das ich die letzten Jahre schon befürchtet hatte: ca. 350 Bookmarks endeten mittlerweile im Nichts. In Delicious hatte ich davon nichts mitbekommen.
Ein ähnliches Drama offenbarte sich bei meinem zweiten größeren Umzug in diesem Jahr. Seit es den Google Reader gibt, hatte ich ihn verwendet. Zu Beginn der RSS-Ära noch mit nervigen Desktop-RSS-Readern herumhantiert, war ich Gott froh über den Google Reader. Endlich mal ein anständiges Tool das überall verfügbar war und sich gut bedienen ließe. Dabei blieb es dann aber auch etliche Jahre -- richtig neue Features gab es eigentlich nicht. Bis vor einer Woche: Der Google Reader wurde an das neue Google CI angepasst und dabei erlitt es das selbe Schicksal wie Delicious: Es wurde unbenutzbar für mich. Alles verhielt sich langsamer und träger, einige Funktionen verschwanden einfach und das Design war auch nichts für mich.
Florian erlitt ähnliche Qualen und beschloss, den Feedreader zu wechseln. Ich tat es im gleich und wechselte zu Tiny Tiny RSS, einer PHP-Anwendung, die im Prinzip das selbe wie der Google Reader macht. Die Installation war recht problemlos und meine Feeds von Google Reader konnte ich auch importieren. Doch hier erwartete mich ein ähnliches Schicksal: 41 Feeds waren nicht mehr existent -- die hälfte davon von Freunden die ich persönlich kenne. Das hatte mich schon ziemlich erstaunt. In Google Reader herrschte stets die heile Welt.
Das stelle ich mir nun zwei Fragen:
Die Features und Funktionen von ttRSS und pinboard schlagen um Welten die der von mir verwendeten Vorgänger. Ich wusste es nur nicht. Hätten mich Google und Yahoo äh AVOS Systems nicht mit ihrem Downgrade belästigt, hätte ich mich vermutlich nicht nach einer Alternative umgesehen. Geht es mir hier vielleicht mit anderen Dingen auch so und ich merke es nur noch nicht?
Das Internet mit seiner nicht zu bewältigenden Menge an Informationen wird mir zunehmend zum Verhängnis. Ab und zu komme ich mir vor, als würde ich Informationen wie eine gigantische Schneekugel einsammeln und vor mir herschieben. Die Sucht nach Informationen ist enorm, doch ich komme mit dem Verarbeiten nicht mehr hinterher. Eine Stunde auf HN oder Reddit und der Berg wächst weiter. Oft denke ich: "Hochinteressant, aber keine Zeit zu lesen, mach ich doch ein 'todo'- oder 'toread'-Tag dran". Ähnliches spielt sich in meinem Feedreader ab. Leider bleibt es meistens dabei und die Information verschwindet tief in meiner Bookmarkverwaltung oder als gesternter Artikel. Geht es nur mir so, oder kämpft noch jemand mit diesem first world Problem?
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Schon lange nichts mehr hier geschrieben. Eigentlich wollte ich das jetzt öfter machen, doch irgend wie war jedes Mal wieder etwas anderes wichtiger oder ich habe es nicht für würdig empfunden es der Welt kund zu tun. Um diesem Teufelskreis zu entgehen
Von der Fernsehgesellschaft zum Content-Provider
vom 30. June 2011Je länger ich das Internet verwende und darin lebe, desto mehr werden mir die Zusammenhänge, Trends und Veränderungen klar. Vermutlich geht es den meisten meiner Leser auch so: Wir sind eine Generation, die praktisch von Anfang an dabei war, als das Internet entstand. Wir wissen genau, wie sich Bandbreite im zweistelligen KBit-Bereich anfühlt und sind mit Fachtermini wie ROFL oder RTFM bestens vertraut -- denn "wir" haben es erfunden.

Doch wir sind nicht der Mainstream, an dem man irgend etwas ablesen könnte. Wir sind bestenfalls die, die sich Gedanken über die Probleme von morgen machen. Der Rest der Welt bekommt davon schlicht nichts mit.
Meine Eltern sind mit dem Fernseher aufgewachsen. Der reine Konsum von Information war allgegenwärtig. Man schaute in die Röhre und lies sich von dem berieseln, was das Hörzu Programmheftchen vorgab. Wer etwas auf sich hielt und es sich leisten konnte, kaufte sich einen zeitgesteuerten Videorecorder und entschied selbst, wann er was ansehen wollte. Das war aber vermutlich eine sehr geringe Minderheit.
Wir sind mit Computern und dem Internet aufgewachsen. Es war von Anfang an klar, dass es um geben und nehmen geht. Anfangs noch über das Usenet, dann über (oft in Perl geschriebene) Web-Foren wurde über technische Dinge diskutiert. Es ging aber fast immer darum, irgend welche Probleme zu lösen.
Später, als dann aus den Gästebüchern und Kontaktformularen Blogs wurden, rückte der Selbstdarstellungs-Charakter immer mehr in den Vordergrund. Es ging mehr darum, sich im Web zu präsentieren und sich ein Portfolio aufzubauen. Die Wiki-Phase vereinte dann die Selbstdarstellung mit dem "For the greater good"-Gedanken. Je mehr Menschen das Internet nutzten, desto mehr konsumierten den eigenen Text auf Wikipedia und Co. (und man wurde sogar zitiert oder komplett kopiert!).
Die Web-Foren hatten im Laufe der Zeit immer und immer mehr Features. Erst waren es nur private Nachrichten (holy shit, Nachrichten ohne Email!), dann das Anlegen von Buddies, Bilder hochladen usw. Daraus entstanden dann schnell unzählige Portale für so ziemlich jeden Lebensbereich in 20-facher Ausführung. Jeder wollte ein Portal haben, die Gier nach den meiste "Membern" fand ihnen Höhepunkt. Verständlicherweise überlebten nur einige wenige den anfänglichen Hype, der gescheiterte Rest dümpelt vermutlich noch heute auf vergessenen Webspace-Hostern herum.
Mit digg.com gab (ja, gab) es kurzweilig eine weitere Möglichkeit, ganz groß rauszukommen, ohne eine große Userbase zu haben. Man brauchte nur die richtige Headline und etwas Glück.
StudiVZ setzte auf dem üblichen Portal-Gedanken auf , doch da die Seite nach kurzer Zeit eine so unglaublich große Masse an Menschen an sich zog, wollte plötzlich jeder "drin" sein. Ursprünglich war das Portal nur für Studenten gedacht, doch schnell wurden die Felder "Hochschule" und "Studiengang" in der Eingabemaske für so ziemlich alles missbraucht. Kurse und Gruppen wurden zu Sammlerobjekten (wer hat die meisten Gruppen) umfunktioniert.
Als dann Facebook in die westliche Welt überschwappte, gab es die lang ersehnte general purpose Plattform für alle. Mit dem parallel wachsenden Smartphone-Markt war der perfekte Nährboden geschaffen, um der breiten Masse zu zeigen, dass das Internet keine reine Konsum-Apparatur ist.
Dabei bahnt sich (aus meiner Sicht) ein Problem an: Für Menschen, die mit Facebook das Internet kennenlernen, haben die persönlichen Daten keinen Wert. Eltern legen ohne nachzudenken einen Facebook-Account für ihr Baby an (inklusive Bilder und Youtube-Videos natürlich), geben sich keine Mühe bei der Passwortvergabe und geben bereitwillig all ihre Daten der ganzen Welt preis. Es ist fast aussichtslos, dieser Generation Dinge wie RSS oder den Vorteil von semantischen Daten zu erklären. Gruppen wie LulzSec oder Anonymous versuchen (versuchten) mit drastischen Mitteln auf diese Problematik hinzuweisen. Leider versteht genau die Zielgruppe für die sie gedacht ist, die Botschaft nicht.
Vielleicht braucht es ja noch 10 weitere Fälle wie bei Sony oder der CityBank, um das Thema Datensensibilisierung in den Köpfen des Mainstreams publik zu machen. Ich weiß es nicht. Vielleicht ist das der eingize Weg, man lernt ja bekanntlich am Besten aus Erfahrungen.
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Je länger ich das Internet verwende und darin lebe, desto mehr werden mir die Zusammenhänge, Trends und Veränderungen klar. Vermutlich geht es den meisten meiner Leser auch so: Wir sind eine Generation, die praktisch von Anfang an dabei war, als das In
Plaintext Passwords for the shame!
vom 23. June 2010Vor Kurzem habe ich all meine Passwörter in eine neue Passwortverwaltung umgezogen. Dabei habe ich mir den Spaß gemacht, die "Passwort vergessen"-Funktion vieler Websites und anderer Systeme auszuprobieren, um danach das Passwort auf ein neues Zufallspasswort zu setzen. Was mir allerdings da widerfahren ist hat mich schon geschockt!
Folgende bekannte Seiten speichern die Passwörter sämtlicher Nutzer im Klartext:
- backpackit.com
- sipgate.de
- selfhtml.de
- symlink.ch
- musicbrainz.org
- ... und mehrere kleinere Webseiten
Das hat mich schon ziemlich erschreckt. Ich dachte eigentlich, dass Größen wie musicbrainz, Sipgate oder 37signals ein kleines bisschen auf Datenschutz wert legen. Da Hilft dann nur abmelden oder regelmäßig das Passwort ändern.
Apropos ändern: Einige Seiten baten nicht mal die Möglichkeit an, sein Passwort zu ändern. Die Löschung eines Accounts ist auch selten vorgesehen. Schon mal versucht in einem Wordpress oder einem PHPBB einen Benutzer zu löschen? Diese Funktion ist einfach nicht vorgesehen.
Und wenn man dann den Betreiber anschreibt, er solle doch bitte den Account incl. Daten löschen, bekommt man in den meisten Fällen die Antwort: "Das geht leider nicht, melde dich doch einfach nicht mehr an, die Daten sind hier sicher" .... alles Klar.
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Vor Kurzem habe ich all meine Passwörter in eine neue Passwortverwaltung umgezogen. Dabei habe ich mir den Spaß gemacht, die \"Passwort vergessen\"-Funktion vieler Websites und anderer Systeme auszuprobieren, um danach das Passwort auf ein neues Zufalls
Geocaching mit 1und1
vom 28. May 2010Meine Freundin schickte mir heute einen Link zu einem Artikel auf geocaching-blog.de. Anscheinend plant also 1und1 - der große Webhoster - auch einen auf Social-Media-Flickr-Twittr-Facebook-Freund zu machen. Was genau soll noch nicht verraten werden, zumindest ist die Facebook-Gruppe komplett leer und mit ziemlich viel null-Inhalt gefüllt.
Da wir bei solchen Sachen gerne mitmachen, habe ich natürlich angenommen, dass dies teil des Spieles ist. Also schnell google angeworfen und die beiden Treffer angeklickt. Das eine ist ein etwas eigenartiger Twitter Account, in dem das selbe wie in der Facebook-Gruppe steht. Mit der Ausnahme, dass hier jeder zweite Satz in einer neuen Twitter-Nachricht steht (wie soll denn auch der ganze Vorgabe-Text in 140 Zeilen passen, das geht doch gar nicht!).
Der zweite Link führt zu einer Seite die eigentlich genau dem entspricht, nach dem ich gesucht hatte. Nur die URL ist etwas eigenartig. Die URL auf geocaching.1und1.de zu ändern führt ins leere, also schnell dort anmelden. Das Formular sagt "Erfolgreich abgesendet" und leert sich danach. Komisches Verhalten, aber das soll mir ja egal sein. Als nach ~10 Minuten immer noch keine E-Mail mit den Koordinaten angekommen war, klickte ich einfach mal ohne Daten einzugeben auf den Absenden-Knopf des Formulars. "Das Formular wurde erfolgreich verwendet" ... okay, scheint wohl entweder ziemlich beschissen programmiert zu sein oder irgend was anderes ist defekt. Weil das Formular nicht tut, hatte ich an die unten angegebene Adresse eine E-Mail geschickt, mit der Bitte das Formular zu fixen oder mich so anzumelden. 5 Sekunden später sagt mir ein schlund.de Mailserver, das die Adresse "permanent fatal errors" hat. Super klasse.
Schon ziemlich angepisst geh ich auf na-media.de, die diesen viralen Versuch, hip zu sein, verbockt haben. Und schon beim Klick auf "Leistungen" (Cache) springen einem graue Schrift auf grauem Hintergrund und Powerpoint-Bilder mit eingeschalteter Rechtschreibkorrektur entgegen. Die Shift-Taste scheint auch zu hängen.
Wie schlecht ist dass denn bitte? Unprofessioneller kann man es doch gar nicht mehr machen. Werde mich jetzt mal an Marcell D'Avis wenden, vielleicht hat der ja ne Ahnung was das soll.
Edit (28.05.2010): Marcell D`Avis hab ich noch nicht erreicht aber ein Mitarbeiter von der SocialSoftwareSolutions GmbH (vermutlich die Frau Rentzsch) hat mich aufgeklärt: Die Aktion sollte erst nächsten Dienstag starten und die Webseite war wohl ausversehen schon online. Alle Spuren wurden beseitigt und auch der Webmaster hat seinen Fuß von der Shift-Taste genommen. Sehr agil, das muss man ihnen lassen!
Edit (30.05.2010): Also entweder will sich 1und1 von dieser verpatzten Aktion distanzieren oder sie wussten echt nicht was da vor sich geht. Jens Stelmaszyk hat ein Statement vom Social Media Team von 1und1 auf seinem Twitter-Account gefunden. Näheres vermutlich erst Montag.
Edit (02.06.2010): Die Aktion scheint wohl doch geplatzt zu sein. Schade eigentlich, fand die Idee an sich nicht schlecht.
Edit (16.06.2010): Die Webseite ist ja tatsächlich wieder online. Also wer noch mitmachen will, viel Spaß.
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Meine Freundin schickte mir heute einen Link zu einem Artikel auf [geocaching-blog.de](http://geocaching-blog.de/?p=910). Anscheinend plant also 1und1 - der große Webhoster - auch einen auf Social-Media-Flickr-Twittr-Facebook-Freund zu machen. Was genau
Mit GIT und Ramaze zum Ziel
vom 11. June 2009Wer mich kennt, weiß dass Ruby seit ein paar Jahren meine Lieblingsprogrammiersprache ist. Da ich zur Zeit durch das Praxissemester bei IBM täglich mit PHP und dem Zend-Framework arbeiten muss, tut es richtig gut, privat mit Ruby zu programmieren. Im Webbereich ist RubyOnRails ja mittlerweile zu einem quasi-Industriestandard geworden. Mir ist das Framework aber zu groß, zu aufgebläht, zu schwerfällig und komplex. Deshalb hab ich mich - mal wieder - auf die Suche nach einem für mich besseren Web-Framework gemacht und bin auf Ramaze gestoßen. Ideal für mein aktuelles Projekt (von dem ich bald berichten werde).
Ramaze ist wirklich nur ein Framework zur Entwicklung, nichts anderes. Es steht jedem Entwickler frei, welchen Server, welche DB-Schnittstelle und welche Template Engine man verwenden möchte. Der SourceCode ist super dokumentiert und durchgetestet. Aber das Beste an diesem Framework ist die Community und die Entwickler selbst. Ich hatte zu Beginn ein paar Anlaufschwierigkeiten, die ich im IRC innerhalb von ein paar Minuten gelöst bekam.
Beim Programmieren habe ich einen kleinen Bug gefunden, der eigentlich schnell behoben war. Auf der Seite fand ich leider kein Bug-Tracker o.ä., also beschloss ich mit der Anleitung ein Patchfile zu generieren. Nachdem ich den Patch an manveru im IRC geschickt hatte, war er 10 Minuten später im trunk eingeflochten. So macht das Spaß!
Bisher bin ich mit Subversion als Versionsverwaltung immer gut gefahren, auch wenn viele nicht damit zurechtkommen oder darüber fluchen. Doch GIT wird mir von Tag zu Tag sympathischer.
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Wer mich kennt, weiß dass Ruby seit ein paar Jahren meine Lieblingsprogrammiersprache ist. Da ich zur Zeit durch das Praxissemester bei IBM täglich mit PHP und dem [Zend-Framework][1] arbeiten muss, tut es richtig gut, privat mit Ruby zu programmieren.
Legacy-Systeme mit mod_rewrite fixen
vom 18. March 2008Altanwendungen zu betreuen ist oft nicht einfach, bei Webanwendungen wird es meist noch umständlicher und niemand macht es gerne. Wenn man beispielsweise die Blogsoftware wechselt, auf ein CMS-System wechselt oder gar die neue Version selbst programmiert hat, stimmen die alten URLs nicht mehr. Das ist besonders ärgerlich, wenn die alte Seite viele Backlinks hatte, die nach dem Umzug nicht mehr funktionieren.
Ein Beispiel: In der alten Anwendung sahen die URLs so aus: http://example.com/blog/index.php?id=123. In der neuen Software sieht die URL, die zum gleichen Content führt, anders aus: http://example.com/123-meine-neue-webseite.
Was also tun? Es hinnehmen? Das alte System parallel weiterlaufen lassen, nur damit die Links noch stimmen? Zu umständlich. Aktuelle Webserver bieten die Möglichkeit an, URLs mit Hife von mod_rewrite intern umzuschreiben. Dieses Feature wird meistens dafür verwendet um die URLs einfacher, verständlicher und "sicherer" zu machen.
Diese Funktionalität kann man auch dafür verwenden um das Altsystem zu "faken". Hier eine Lösung in Lighttpd für das obige Beispiel (Voraussetzung hierfür ist natürlich, das die neue Blogsoftware die Seite nur anhand der ID auswählt und nicht zusätzlich am Seitennamen):
url.rewrite-once(
"/blog/index\.php\?id=([0-9]+)." => "/$1-old-url")
Alles was in der Form /blog/index.php?id=xxx am Webserver eintrifft wird auf das neue URL-Schema umgeformt. So erhält man seine alten URLs weiter am Leben, ohne das sie weiter existieren müssen.
Was aber tun wenn man keine Verknüpfung zwischen alter und neuer URL herstellen kann? Dies passiert beispielsweise dann, wenn man im neuen System die Seite nicht anhand der ID sondern anhand des Seitennamens auswählt (/blog/meine-neue-webseite z.B.). Hier führt kein Weg an einem kleinen Hilfsscript vorbei das die fehlende Verbindung wieder herstellt. Im obrigen Beispiel müssten wir eine Beziehung zwischen der ID und des Seitennamens herstellen. Ein einfaches PHP-Script könnt so aussehen:
$row = $sql->query(
"SELECT url_name FROM entries WHERE id=?",
$_GET['id']);
header("LOCATION: /blog/".$row->url_name);
Das kleine Script sucht den Seitennamen anhand der ID raus und leitet dann an diese weiter. Die Regel für mod_rewrite würde dann so aussehen:
url.rewrite-once(
"/blog/index\.php\?id=([0-9]+)." => "/legacy.php?id=$1")
Hat die neue Seite den Content der alten Seite nicht mehr, kann man diese Technik auch dazu nutzen um die alten URLs auf eine Übersichtsseite oder eine spezielle "existiert nicht mehr"-Seite umzuleiten.
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Altanwendungen zu betreuen ist oft nicht einfach, bei Webanwendungen wird es meist noch umständlicher und niemand macht es gerne. Wenn man beispielsweise die Blogsoftware wechselt, auf ein CMS-System wechselt oder gar die neue Version selbst programmiert
Mehr HASS!
vom 2. March 2008Der (jetzt nicht mehr ganz) King of the Internet Zed Shaw fordert mehr Hass für das Internet. Schluss mit den braven Protokollen die jeden Schrott zulassen und Servern die alles akzeptieren müssen. Weg mit den Mailservern die jede Spammail mit einem höflichen HELO entgegennehmen. Jeder der in irgend einer Weise Müll von sich gibt wird gnadenlos in die Fresse geschlagen und für alle Ewigkeit gebrandmarkt.
Auf savingtheinternetwithhate.com beschreibt er sein neues Vorhaben Utu mit recht eindeutigen Worten.
The Internet needs more hate. Much more. We’re overrun by morons, assholes, griefers, spammers, porn peddlers, Nazi dictators, little Napoleons, and arbitrary censors who only behave in their socially deficient manner because they know you can’t do anything about it. [...]
In den Griff kriegen will er das durch ein neues Protokoll das einer sicheren Benutzeridentifizierung, einem Bewertungsschema und einem Bestrafungsmechanismus zugrunde liegt. ("[...] The Internet needs identity, reputation, and retribution. [...]").
Nun frage ich euch: Was haltet ihr davon? Soll das Internet mehr einem digitalen Abbild der realen Welt gleichen ("[...] In the real world you would tell them to screw off personally. You’d call the police. You’d move to the other side of the room and tell all your friends to ignore them. You’d punch them in the face for the things they said about you and your family. [...]") oder kann das Internet nur dann weiter bestehen, wenn jeder gleichberechtigt behandelt wird egal was er anstellt und jeder tun und lassen kann was er will?
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Der (jetzt [nicht mehr ganz][1]) King of the Internet [Zed Shaw][2] fordert mehr Hass für das Internet. Schluss mit den braven Protokollen die jeden Schrott zulassen und Servern die alles akzeptieren müssen. Weg mit den Mailservern die jede Spammail mit
Sinnloses Stöckchen, Level 16
vom 7. February 2008Über eine lange, verworrene Bloggerkette bin ich über Markus auch ein Teil des sinnlosen Stöckchen geworden. Die Aufgabe:
- Nimm das nächste Buch in deiner Nähe mit mindestens 123 Seiten.
- Schlage Seite 123 auf.
- Suche den fünften Satz auf der Seite.
- Poste die nächste drei Sätze.
Das "näheste" Buch ist bei mir gerade "Generative Programming" von Czarnecki und Eisenecker:
It also states that important issues should be represented in programs intentionally (i.e., explicitly, declaratively, and with little or no "extra noise") and should be well localized. This facilitates unserstandability, adaptability, reusability, and the many other good qualities of a program because intentionality and localisation allow us to easily verify how a program implements out requirements. Unfortunately, the relevant issues are usually mutually dependent and overlapping because they all concern one common model (i.e., out program being constructed). Thus, if we try to represent all these issues explicitly and locally, we will introduce a lot of redundancies.
An meinem Nachttisch liegt grade "Getting Things Done" vom Großmeister David Allen. Auf Seite 123 steht:
You may find you have a tendency, while processing your inbasket, to pick something up, not know exactly what you want zo do about it, and then let your eyes wander into another item fatther down the stack and get engaged with it. That item may be more attractive to your psyche because you know right away what to do with it - and you don't feel like thinking about what's in you hand. This is dangerous terretory.
Und ganz im Sinne von "Dont Break the chain" reiche ich das Stöcklein weiter an Andreas, Florian, Rubn und kb.
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Über eine lange, verworrene Bloggerkette bin ich [über Markus](http://webtagebu.ch/2008/02/06/sinnloses-stoeckchen/) auch ein Teil des sinnlosen Stöckchen geworden. Die Aufgabe:
1. Nimm das nächste Buch in deiner Nähe mit mindestens 123 Seiten.
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Sammelkiste
vom 21. December 2007Dinge, über die ich bloggen wollte, aber nicht dazugekommen bin:
UnitTests mit Mocks: Anhand eines IRC-Clients wird demonstriert wie man mit einem Mock-Objekt den Gegenpart (den IRC-Server) simulieren kann. Klick
NetBSD 4.0 ist drausen. Auch sowas das ich mir schon lange mal näher anschauen wollte, bisher hat es allerdings nur zu einer kurzen Testinstallation gereicht. Klick
Linus Torvalds verteidigt Linux und gibt Solaris den Abschuss. Hey, that's not a bug, that's a FEATURE!. Klick
Bash bunter machen. Wem es gefällt: Klick
Anzeichen dafür, dass man ein schlechter Programmierer ist: Klick
Die Gesichter hinter der großen Software-Gurus. Ziemlich lustige Zusammenstellung. Klick
Raumschiffe basteln für Anfänger und Freaks. Es gibt sogar einen (sehr teuren) Bausatz für die Serenity. Klick
Gedicht-Generator der Spitzenklasse. Was haben wir gelacht :) Klick
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Dinge, über die ich bloggen wollte, aber nicht dazugekommen bin:
**UnitTests mit Mocks**: Anhand eines IRC-Clients wird demonstriert wie man mit einem Mock-Objekt den Gegenpart (den IRC-Server) simulieren kann. [Klick][1]
**NetBSD 4.0** ist drausen
Phing 2.3 heute?
vom 2. November 2007Gerade habe ich über die Phing-dev Mailingliste erfahren, das das 2.3er Release kurz bevorsteht. Offene Bugs gibt es keine mehr. Der Branch ist im SVN schon erstellt, es fehlt also nur noch das Zusammenschnüren der Pakete.
Die wichtigsten Änderungen sind:
- PHPUnit3 support
- Der Task "phpdoc" unterstützt jetzt neben <
- Es werden nun Streams für die komplette Ausgabe und das Logging verwendet.
- ... und viele weitere kleinere Features wie der überarbeitete move-task, und eine Menge BugFixes.
Die nächsten (schon heiß diskutierten) Schritte werden vermutlich die Unterstützung bzw. den Umstieg auf PHP6 sein, zudem wollen die Entwickler den kompletten Code mit den in PHP6 kommenden Namespaces ausstatten.
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Gerade habe ich über die [Phing][0]-dev Mailingliste [erfahren][1], das das [2.3er Release][2] kurz bevorsteht. Offene Bugs gibt es keine mehr. [Der Branch][3] ist im SVN schon erstellt, es fehlt also nur noch das Zusammenschnüren der Pakete.
Die wic
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