Alte Schinken

vom 2. January 2009

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Neulich laß ich einen ziemlich alten Schinken. Ein Science Fiction Buch vom Jahre 1948 mit dem Titel Weltraumkadetten, das ich irgend wann mal auf einem Bücherflohmarkt für 50 Cent gekauft hatte.

Es spielt im Jahre 2075, die Menschen besiedeln schon lange nicht mehr nur die Erde. Nach einem verherenden Krieg wurde eine Raumpatrouille gebildet, die für Frieden im Universum sorgen soll. Ein paar Jungs wollen dieser Organisation beitreten und lernen alles über die Patrouille. Gegen Ende (auf den letzten 100 Seiten) wird es dann endlich spannend, und die Jungs stranden auf einem Planeten, der von eigenartigen Kreaturen bewohnt wird.

Alles in allem ein recht interessantes Buch, an dem noch Spuren des zweiten Weltkriegs zu spüren sind. Amüsant wird es an den Stellen, an denen der Autor technische Geräte beschreibt, die es in unserem Alltag schon längst gibt. Beispielsweise ein "Mobiles Telefon", das in geschlossenen Räumen nicht funktioniert, oder "Bänder" als das Speichermedium für Raumdaten und Aufzeichnungen.

Eine Stelle hat mich irgend wie beschäftigt :-)

Sie aßen; anschließend lehnte Matt sich zurück, rülpste nachdenklich und sagte: "Wißt ihr, ich könnte zwar etwas Orangensaft und Kaffee gebrauchen, aber übel ist das Zeug nicht."

Mir war bis zu diesem Zeitpunkt nicht klar, dass man beim Aufstoßen nachdenklich wirken kann.

Wem altdeutsche Begriffe wie "unken" oder "Stube" (für Schlafkabiene auf einer Raumstation) nichts ausmacht und ab Seite 230 anfängt zu lesen, der findet sicher Gefallen an dem Buch.

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Distributed Proofreader

vom 8. July 2008

Letzten Winter bin ich auf das Projekt Gutenberg gestoßen und fand es eine wirklich tolle Idee. Wer es nicht kennt: Bücher deren Autoren bereits seit längerem gestorben sind, gelten als Allgemeingut und dürfen frei verwendet werden. Um dieses Allgemeingut zu gewährleisten hat sich das Gutenberg-Projekt zur Aufgabe gemacht, diese Bücher und Texte zu digitalisieren und allen in offenen Formaten zum freien Download bereitzustellen.

Doch die erste Frage die ich mir gestellt hatte war: Wer bezahlt die aufwändige Digitalisierung? Schnell bin ich über librarything.de auf pgdp.net gestoßen (Project Gutenberg Distributed Proovereaders). Hier helfen hinderte von freiwilligen beim manuellen Korrekturlesen und Einscannen der Bücher.

Der Vorgang ist recht simpel: Eine Person scannt alle Seiten eines Buches (welches als "Allgemeingut" gilt) mit einem normalen Scanner ein und jagt diese Bilder durch eine OCR-Software. Natürlich erkennt die Software nicht alles hundertprozentig und die Formatierung geht auch verloren. Gerade bei Frakturschrift wird viel falsch erkannt und muss manuell korrigiert werden. Auch Dinge wie Seitenzahlen oder Schmutz der als "Wort" erkannt wurde müssen entfernt werden, oder Überschriften müssen als solche gekennzeichnet werden. Diesen Job übernehmen die freiwilligen Helfer in mehreren Etappen. Die erste Durchsicht behebt nur die groben Fehler und kümmert sich garnicht um die Formatierung. Die zweite und dritte Durchsicht macht den Feinschliff und korrigiert evtl. vergessene Erkennungsfehler u.ä. Das fertige "Produkt" wird dann in PDF, TXT und andere Ausgabeformate transformiert und an das Projekt Gutenberg übergeben, welche dann für die Publikation und den Download sorgen.

Weltweit werden im Schnitt 200 Bücher pro Monat auf diese Weise digitalisiert. Eine beachtliche Leistung! Ich habe bereits 130 Seiten bei gaga.net (dem deutschen Ableger) korrigiert und dann bei pgdp.net weitergemacht. Der Grund dafür war die etwas merkwürdige Lizenzierung bei Gaga. Hier werden die Rechte teilweise auf spiegel.de übertragen. Beim amerikanischen Orginal landen alle korrigierten Bücher direkt bei gutenberg.

Mir hat es bis jetzt viel Spaß gemacht, ab und an ein paar Seiten zu korrigieren. Die Frakturschrift ist sehr gewöhnungsbedürftig, aber nach ein paar Seiten klappt das ganz gut. Vor allem ist es interessant, Texte zu lesen, die man sonst nie gelesen hätte. Da kommt man oft in Versuchung, immer weiter zu machen :) Für mich ein ideales Mittel, um mal für ein paar Minuten abzuschalten und zudem was für die Allgemeinheit zu tun.

Mitmachen kann jeder der Lust hat. Das Korrigieren läuft über den Browser und kann von überall (einigermaßen großer Bildschirm vorausgesetzt) gemacht werden. Anfangs darf man sich allerdings nur Bücher heraussuchen, die in Stufe P1 (erste Korrektur-Instanz) stehen, später darf man auch das Formatieren und die Korrektur der Korrektur übernehmen.

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Neues Referenzbuch für Ruby

vom 26. February 2008

Auf RubyInside hab ich grade von dem neuen offiziellen Rubybuch "The Ruby Programming Language" gelesen. Nun gibt es endlich neben dem Pickaxe ein weiteres Referenzbuch.

Natürlich musste ich gleich nachschauen was das Buch kostet. Auf Amazon.com wird das Buch für $26 angeboten, was umgerechnet ca. 18€ entsprechen. Für diesen Preis wollte ich es natürlich gleich bestellen und bin auf Amazon.de. Doch hier kostet das gleiche Buch 40€! Wie kann so ein großer Preisunterschied entstehen?

Ich sehe es ja ein, das der Dollar in den letzten Monaten ziemlich bescheiden dasteht und das man die Preise etwas anpassen muss, aber gleich so drastisch? Wenn jemand eine Möglichkeit kennt das Buch bei Amazon.com ohne Kreditkarte zu kaufen würde ich mich sehr über einen Kommentar freuen.

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